Mio Dio, perché ?

Seit dem Morgen gehen mir ständig die Bilder verschütteter Menschen durch den Kopf. Verschütteter, überrascht von den Gewalten der Schöpfung die in Geburtswehen liegt und ihr Drama in seiner ganzen Tiefe offenbart. Es geht mir alles so nahe weil das Erdbeben in Italien zunächst geographisch aber auch mir persönlich sehr nahe ist. Es gibt keine Antwort auf meine spontanes Gebet heute morgen:“Warum, Herr ?“
Die Antwort auf diese Frage ist die Frage des Nathanael- Bartholomäus, dessen Fest heute gefeiert wird: 

„Der Messias – aus Nazareth ?“ Was für eine Zumutung ist doch die christliche Botschaft. Von Anfang an, ungebrochen – bis heute.  
Machen wir uns  nichts vor: Gewalt, Katastrophen, Opfer ohne Zahl ist in gewisser Weise der Normalzustand dieser Welt. Dass der christliche Glaube nur trägt wenn er in seiner Zumutung ganz angenommen wird, zeigt das Leben der großen und kleinen Heiligen. Das ist nichts, was man hat, sondern wie vom Stammvater Ja’akov ständig erkämpft wird. „Rabbi du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel“( Nathanael im heutigen Evangelium ) ist kein Schönwetterbekenntnis sondern erkämpfte, abgetrotzte Gnade. 
All das wird Menschen, die gerade unter den Trümmern ihrer Häuser verschüttet die Hoffnung aufgeben kaum zugänglich sein. Gerade daher ist es für alle, die davon angerührt sind der einzige wirkliche Dienst , den man ihnen aus der Ferne erweisen kann. Papst Franziskus hat heute Mittag das einzig Richtige getan. Er hat uns vorgebetet. Beten heißt kämpfen bis zum letzten Atemzug. Ein Tag wie dieser führt und wieder genau dahin. 

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