Dysmas

Bäume fliegen vorbei am Weg. Weg sind sie. Kein Verlass mehr auf die alten Eichen. Trockenes Erdreich bleibt zurück, stiller Aufschrei nach Regen, nach Grün, nach Licht, das in sprudelndem Wasser aufblitzt.

Alles was geblieben ist, sind Fußspuren, die ich mit meinen bloßen Füßen vermesse. Scheu zunächst und dann mit wachsendem Übermut, vielleicht mit Trotz: auch mein Fußabdruck muss hier zurückbleiben. Wenigstens eine Spur, die vielleicht einmal von anderen bloßen Füßen vermessen wird.

Rabengezänk zerbricht die bleierne Stille. Ich wusste nicht, dass selbst dies im Stande ist, den grauen Himmel für einen Blick aufzureißen.  Immer schon war auf den guten Räuber Verlass, wenn es darauf an kam: Memento mei tu !

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