Noch heute

Heute Morgen: ich betrete das Büro – eisige Stille, finstere Blicke; mein Versuch, gute Laune zu schaffen, geht ganz daneben. Später erfahre ich, dass der Gatte einer Kollegin- nur knapp älter als ich- in der Nacht plötzlich verstorben ist.Mein erster Gedanke: Der Tod- dieser brutale Dieb in der Nacht. Besonders ungerecht ist, dass er ungestraft davon kommt. Ich weiß aus Erfahrung: schon in wenigen Tagen ist das Entsetzen von heute Morgen längst vergessen, samt dem „Verewigten“.

Und dann: Jetzt leben und jetzt ganz leben, und den Tod als „frate morte“- als „Bruder“lieben lernen, der uns wie Weizenkörner auflöst, damit wir Frucht bringen.

 Heute, jetzt noch beginne ich damit.

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