Alles in Allem am Ende der Angst 

  
Was uns die Kirche heute Sonntag verkündet ist starke Kost: niemand kann Gott schauen und am Leben bleiben. 

Abrahams Opfer gehen eine tiefe Bewusstlosigkeit, Finsternis und eine unheimliche Angst voraus. Angst, die nicht unbegründet ist. Er hat von Gott ein Zeichen erbeten und erhält es: verzehrendes Feuer. 

Auch die drei Säulen der Kirche fallen  am Berg der Verklärung in eine tiefe Ohnmacht ehe sie die Herrlichkeit sehen. Doch auch dieser kurze Augen-Blick kostet sie unheimliche Dunkelheit und große Angst. 

Der Weg zu Gott geht nur über das Kreuz: über die Vernichtung in Kälte, Nacktheit und Finsternis. Wer sich dem  Geheimnis des Todes als  radikale Vernichtung  von allem  nicht aussetzt, wird Gott nicht schauen. 

Der Weg zur Verklärung geht nur durch die vernichtende Finsternis.  

Kein Wunder, dass die drei Jünger keine Worte fanden und dass in der Kirche schon früh begonnen wurde, Kreuz und Tod zu verniedlichen. Die von Paulus beklagte „Feindschaft zum Kreuz“ ist bis heute aktuell. 

Jesus zu folgen ist keine (billige) Religion, taugt nicht dazu,das Rätsel von Angst und Tod klein zu reden und ihm unmittelbar zugänglichen „Sinn“abzuringen. 

Jesus zu folgen geht nur, wenn man sich dem Unentrinnbaren und Rästelhaften trotzig- vertrauend aussetzt. 

Dann wird die Angst nicht kleiner aber immer vertauter … und am Ende bleibt : Gott –  „Alles in Allem“

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