Twitter sei…


Ohne Twitter und andere soziale Netzwerke wäre die grausamen Gewalttaten zu Silvester in Köln wohl nie öffentlich thematisiert worden. Dieser Verdacht drängt sich auf.  Insofern muss man hier bei aller Erschütterung gleichzeitig sagen: Twitter sei Dank.

Aber ab dann hat es sich auch schon. Denn die Gesetze des microbloggings bringen neben beklagenswerten Fakten auch allerhand dumpfe Emotionen an den Tag. Die Stärke dieser Kommunikation ist die (potentielle) Prägnanz, ihre Schwäche: der Hang zu Emotionalisierung und Polarisierung. Zu besonnener Diskussion taugt dieses Medium selten.

Reale Gewalttaten zieht in der Diskussion auf diesen Plattformen nicht selten verbale Gewalt nach sich. Der bloße Versuch, differenziert zu denken, wird verhöhnt und schlecht gemacht. Menschen, die eigentlich ähnlich denken, stehen sich schlimmstenfalls wegen eines geposteten Fragezeichens plötzlich feindlich gegenüber.

Klar sind Menschen in den sozialen Netzen meist besonders emotionale Typen. Aber gerade deshalb sind sie gut beraten, auch zu so hochsensiblen Themen  wie #koeln möglichst prägnant und sachlich zu kommunizieren.

Große Worte, ich weiß, aber sehr ernst gemeint.

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