„Olles a Wahnsinn“- ein Dialog bei Segafredo 

  
„Wie lang sind Sie schon da?“ Fragt mich der ältere sympathische Wiener an meinem Tisch . „Eine Stunde zu lang“, finde ich und meine es ehrlich

  
„Da haben Sie aber Recht. Meine Frau schoppt schon fast zwei Stunden herum. Dabei: geschenkt wird einem das Zeug hier ja auch nicht gerade. Na ich kauf mir immer eine Zeitung und einen Baily, oder zwei.“

Ich nicke bloß und zeige auf meinen Tee …. 

 
„Und …haben sie gesehen, wieviel Slowaken und Ungarn da sind ?“

„Und Tiroler und Salzburger und Deutsche „, werfe ich ein. 

„… na die müssen Geld haben. Das sind halt die paar Reichen dort. Die Armen kommen da nicht her. Die einzigen Armen sind wir zwei da, weil wir so lang warten“, philosophiert mein Nachbar. 

In diesem Augenblick erscheint seine Frau: ganz in Pelz gehüllt. „Schatzi schau was ich gefunden habe!“ „Naja den Pelz hast aber schon seit vorigem Jahr.“  „Du schaust mich nicht an: schau doch diese wunderbaren Schuhe.“

„Ein bisserl matt sind sie halt.“  „Ja, elegant, ich hab ja so eine Freude !!“

„Na dann ist’s ja gut“ Sein Sarkasmus ist nicht zu überhören. 

Sie verabschieden sich beide „in einer halben Stunde hat die ihre Freude eh schon wieder vergessen, is jo olles a Wahnsinn da. Bleiben Sie stark !“ Sagt er mir. Ich wünsche ihm dasselbe und dass das neue Jahr trotzdem gut beginne.   

Aber recht hat :“Olles a Wahnsinn!“

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