Süßes Jesulein in kalter Kirche 

Sonntagsmesse im oberen Innviertel. Fest der hl. Familie.


In der ansehnlichen Kirche: Platz im Hülle und Fülle. Familie sind wir hier offenbar die einzige. Und den Altersdurchschschnitt steigern wir an diesem Sonntag obendrein.  Das Hochamt dauert ganze 28 Minuten. Die Predigt entfällt wegen Erschöpfung des noch gar nicht so alten Zelebranten, oder mangels Hörvermögen des Großteils der Gläubigen. Das ist nicht ganz klar. Lobend hervorgehoben muss werden, dass hier im Gegensatz zu den meisten umliegenden Gemeinden immerhin das approbierte Messbuch verwendet wird. Also eine erkennbar katholische Eucharistiefeier. (Schließlich gibt es auch anderes)

Es ist Winter geworden in der Kirche. So ähnlich hat es die große Görres schon vor gut 60 Jahren diagnostiziert. Sie war eine Prophetin.

Der gerade in jener Diözese ständig zitierte Francesco- Effekt, dürfte nicht überall angekommen sein.

Winter ist es geworden in der Kirche.

Darüber täuscht auch das grässliche  Weihnachtslied nicht hinweg, das die Messe durchzieht und in dem das Jesulein so süß ist, dass man Grund hat, sich  um die statistisch beträchtliche Anzahl der anwesenden Diabetiker Sorgen zu machen.

Meine Gedanken wandern durch die wunderschöne Barockkirche, die davon zeugt, dass es nicht immer Winter war in dieser Kirche und etwas in mir trotzt der Tristesse:

es wird auch nicht immer Winter bleiben.  Es darf nicht immer Winter bleiben.

 

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